Da Emmi bei Ihrem
Onkel ehrenhalber so viel besser schlafen kann als zuhause und es bei dem so schön dunkel und leise im Schlafzimmer* ist, habe ich beschlossen, dass Emmi a) in ihr Zimmer umziehen muss und sie b) ein paar lichtundurchlässige Vorhänge braucht.

Als Material habe ich einen alten Bettbezug von Emmis Uroma, 2 schwarze Müllsäcke und graues Saumband verwendet. Einfach die schwarzen Müllsäcke aufschneiden, an einer Längsseite zusammennähen und auf der linken Seite in den Bettbezug einnähen. Bettbezug wenden, oben 4 Schlaufen aus dem Saumband annähen und dabei die obere Naht umnähen. Aufgehängt habe ich den Vorhang mit der Vorhangstange des einfachen Mannes, Gärtnerdraht. Tagsüber wird der Vorhang, wie im Bild zu sehen, mit violettem Satinband zusammengebunden.
Einen Tipp hätte ich noch für Nachahmer: Einfach mal abmessen (statt zu schätzen), ob der Bettbezug groß genug ist. Für unsere Zwecke tut es aber auch ein etwas zu klein geratener Vorhang, es wird ja sowieso bald umgezogen.
* Man kann den Ehrenonkel ja nicht genug dafür loben, dass wir in seinem Schlafzimmer schlafen dürfen, wenn wir zu Besuch sind, während er mit der Couch vorlieb nimmt. Damit hat er sich unsere baldige Anschaffung eines Schlafsofas redlich verdient!
Die letzten Tage habe ich mich - in den wenigen, kostbaren freien Minuten (nein, ich habe nicht zuviel Zeit, Felix!), die mir als Hausfrau und Mutter bleiben - wie angekündigt damit beschäftigt, meine alten T-Shirts in lange Streifen zu zerschneiden.
Jetzt kommt die deutlich unangenehmere Aufgabe, die verschiedenen Farben zu verbinden und dabei zu mischen, um anschließend einen langen Faden zu haben, den ich durchgehend verhäkeln kann. Damit werde ich hoffentlich morgen fertig, damit ich endlich sehe, wie das Ganze verarbeitet aussieht.
Während also Emmi heute zur Feier der Obama-Inauguration ca. 2 Meter rückwärts robbend zurückgelegt hat, habe ich recycelt. Auch eine Art, einen Ehrentag zu begehen.
Auf dem Schrank lauert seit Monaten die Kiste mit den Kleidungsstücken, die mir nicht mehr passen. Vor allem wundere ich mich über die Winzigkeit meiner alten T-Shirts. Irgendwie haben sich durchs schwanger sein alle Proportionen verschoben. Und jetzt habe ich beschlossen, dass, sollte ich je wieder in meine alte Größe passen, ich ja wohl einen Haufen neuer T-Shirts verdient habe. Da kommt wie gerufen
dieses Projekt bei craftstylish, meinem absoluten Lieblings-Crafting-Blog, wie gerufen.
Zunächst werde ich mich der kathartischen Aufgabe widmen, diesen Berg von grauen, weißen und schwarzen T-Shirts (und einmal petrol!) in Häkelgarn zu verwandeln.

Und dann schauen, ob man daraus mehr als einen dieser widerwärtigen Klovorleger zaubern kann. Rein mengenmäßig.